1:1 (1:0) beim Spitzenspiel in Schlachen

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Das Spitzennspiel der 21. Runde in der Bezirksliga West fand in Schalchen statt unter Flutlicht. Der SV Schalchen empfing den Spitzenreiter vom SV Neumarkt/Pötting. Möchte die Balinski-Elf die noch ganz kleine bzw. theoretische Chance auf den Titel wahren, dann musste heute ein Sieh her! Diesen wollten aber auch die Gäste, denn dann würde der Vorsprung 5 Runden vor Schluss bereits 11 Zähler betragen. Es herrschte tolles Wetter und perfekte äußere Bedingungen, kein Wunder, dass sich gleich knapp 600 Zuschauer dieses Spitzenspiel nicht entgehen lassen wollten.

Schalchen mit dem Traumstart und der besseren Halbzeit

Schiedsrichter Ebner hatte das Spiel angepfiffen und alle Besucher konnten noch gar nicht die Plätz einnehmen, da ertönte schon die Tormusik in der HAI-Arena. Matthias Aichinger beförderte nach einem Einwurf, der schnell abgespielt wurde in der 2. Minute den Ball in die Maschen! Unglaublich, die Spieler von Neumarkt schauten sich gegenseitig an, denn damit hätte keine gerechnet. Schalchen bekam durch die rasche Führung im Rücken nun Auftrieb und hatte mehr vom Spiel. Die Balinski-Elf ist war feldüberlegen und ging auch aggressiver als die Gäste zu Werke. Dadurch konnte man sich wichtige Bälle im Mittelfeld sichern. Die beste Chance aus dem Spiel heraus verzeichneten die Hausherren dann Mitte der 1. Halbzeit, wo Bernhard Andorfer den perfekten Stanglpass zwar annehmen konnte, aber nicht verwehrten konnte. Er gab seinen Schuss am Fünfer ab und traf dabei genau den gegnerischen Schlussmann Ecker. Eine ähnliche Situation gab es dann nochmals kurz vor der Pause, doch dieses Mal fand der erneut gut angetragene Stanglpass keinen Abnehmer.

Neumarkt kann Zahn zulegen und den Ausgleich erzielen

In der Halbzeitpause sprach der Coach Schachner die Leistung seiner Elf an und signalisierte ihnen, dass er damit nicht zufrieden war. Seine Jungs nahmen sich der Worte an und präsentierten sich nun anders bzw. besser wie in Durchgang 1. Plötzlich waren es die Gäste, die schön langsam vor das gegnerische Tor kamen. Es fehlten zwar nach wie vor die zwingenden Torchancen, die 580 Besucher sahen aber ein tolles Fußballspiel, wo es immer hin und her ging und wo beide Mannschaften fast keine Fehlpässe produzierten. Vom Niveau her eine ausgezeichnete Partie wo man merkte, dass die beiden besten Mannschaften der Liga gegeneinander antraten. Neumarkt trat immer dominanter auf und so war der Ausgleich nur noch eine Frage der Zeit. Nach einem Abwurf von Christian Ecker holte sich Koronics einen bereits verlorengegangenen Ball wieder zurück und spielte diesen auf Daniel Praschl, der Angreifer schlug den Ball sofort direkt weiter und die Abwehr rechnete nicht damit. Diese befand sich noch in der Vorwärtsbewegung und Mark Koronics erkannte die Situation am schnellsten und lief alleine auf den Keeper Tezzele zu, wo er ihm den Ball seitlich vorbei schob zum verdienten Ausgleich. Den Hausherren hilft dieses Ergebnis nicht wirklich weiter, darum agierte Schalchen nun wieder etwas offensiver. Neumarkt verteidigte das aber sehr gut und Schalchen konnte den gewünschten Gang nicht mehr wirklich zulegen. Im Gegenzug musste man sogar aufpassen, dass man nicht noch das 1:2 kassierte. Viorel Nicolae hatte in der Schlussphase noch eine gute Möglichkeit, doch er setzte den Kopfball neben das Tor. Als die Nachspielzeit schon im Laufen war und sich jeder mit diesem Unentschieden schon abgefunden hatte, gab es doch noch eine Aktion, wo der Schiedsrichter eingreifen musste. Ioan Cornel Nadaban kam von hinten und viel zu spät und traf dabei den eingewechselten Ibrahim Görü ohne Chance auf den Ball. Der Unparteiische werte das mit rohem Spiel und schickte den Rumänen vorzeitig unter die Dusche. Bei diesem Ergebnis blieb es und somit änderte sich nichts am Abstand zwischen den beiden Teams. Die vorzeitige Meisterfeier der Gäste wurde eventuell um den einen oder anderen Spieltag vertagt.

Die Besten: geschlossen gute Mannschaftsleistung, speziell Matthias Aichinger (LA) bzw. Robert Lindlbauer (LV), Mark Koronics (DM) & Daniel Praschl (ST);

Stimmen zum Spiel:

Rob van Gils (Obmann SV Schalchen):

„Tolle Kulisse, tolles Wetter und perfekte Bedingungen heute und zum Drüberstreuen noch eine der besten Partien seit langem! Was will man mehr? Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen heute, auch wenn es zum Sieg nicht gereicht hat. Wir boten eine sehr sehr starke Anfangsphase und konnten auch verdient in Führung gehen. Auch danach waren wir feldüberlegen und die Gäste kamen nicht gefährlich vor unser Tor. Wir hatten zwar auch nich eine hülle von Möglichkeiten, doch 2 gute Chancen fanden wir noch vor. In der Halbzeit sagten wir dann, dass wir so weitermachen wollten und man merkte rasch, dass Neumarkt jetzt besser war wie in Durchgang 1. Sie übernahmen die Initiatve und wir mussten dem extrem Pressing von Halbzeit 1 etwas Tribut zollen. Ich schaute auf die Uhr und man spürte es, dass der Ausgleich in der Luft lag. So war es dann auch. Das Foul am Schluss war sicher dumm, keine Frage, aber die Rote Karte war für mich eine harte Entscheidung. Man kann sie geben muss man aber nicht. Ansonsten hat er die Partie gut geleitet, wenngleich es aber eine sehr faire Partie von beiden Mannschaften war. Der Meistertitel ist nun endgültig abgefahren, aber wir müssen jetzt von Runde zu Runde schauen und immer voll Punkten. Wir wollen in die Relegation und müssen dabei auch auf die anderen Bezirksligen schauen. Wenn wir aber immer so spielen wie heute, dann mache ich mir da keine Sorgen.“

Norbert Schachner (Trainer SV Neumarkt/Pötting):

„War wichtig heute, dass wir das Remis erreichten und wir müssen trotzdem noch 5 entscheidende Runden bestreiten. Die Voraussetzungen haben wir uns sicher nicht verschlechtert, im Gegenteil aber die Katze ist noch nicht im Sack wie einst Giovanni Trapattoni legendär sagte. Das Tor am Beginn hat uns aus der Spur geworfen bzw. kamen wir mit der Aggressivität der Hausherren anfänglich nicht wirklich zu recht. Unterm Strich gesehen waren sie in Halbzeit 1 besser und nach Seitenwechsel dann wir. Dabei konnten wir zwar auch nicht die Torchancen verzeichnen, aber wir hatten mehr Spielanteile und waren optisch überlegen. Am Schluss geht das Remis in Ordnung, worüber sich auch die vielen Besucher nicht beschweren werden. Der Schiedsrichter bot eine sehr gute Leistung, genau so stelle ich mir das in einem Spitzenspiel vor. Über die Rote Karte gibt es nichts zu diskutieren, diese war genauso unnötig wie ein Kropf. In der Nachspielzeit brauche ich nicht mehr so einsteigen, aber der Schiedsrichter stand direkt daneben und ahndete es auch dementsprechend. Wir freuen uns jetzt auf das Derby gegen Peuerbach und schauen, dass wir bis dorthin unsere Sachen wieder zusammenbekommen, damit wir uns dort auch wieder gut verkaufen können.“

Autor: Andreas Riegler

 

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